[Rezi] Der verschollene Prinz (The Captive Prince Bd. 1) von C.S. Pacat

© Heyne
Der verschollene Prinz von C. S. Pacat



Original Titel: The Captive Prince (1)
Erscheinungsdatum: 15.06.2015
Seitenzahl: 320 Seiten
Serie/Band: The Captive Prince Bd. 1
Preis: 12,99 € (TB) / 9,99 € (Ebook)
ISBN/ASIN: 978-3453316089
Verlag: Heyne
Übersetzt von: Viola Siegemund

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Huhu, das Buch flatterte mir am Freitag ins Haus und ich musste mich direkt darauf stürzen. Das Buch selbst erscheint erst morgen, Amazon hat es aber bereits auf Lager daher musste die Rezi heute noch sein, denn es hat mich wirklich begeistert. Erst dachte ich das ein wenig Fantasy mit im Spiel wäre, war aber nicht der Fall. Macht aber überhaupt nichts! Das Buch ist wahnsinnig toll geschrieben und macht Lust auf mehr... Die Geschichte spielt im M/M-Genre, zwar nicht sehr explizit, aber ich warne gerne vorher^^
Ein geheimnisvolles Reich, eine tückische Intrige und zwei Helden, zwischen denen die Luft brennt

Eigentlich ist der Kriegerprinz Damen der rechtmäßige Erbe von Akielos, doch dann gerät er in Gefangenschaft und wird in die Sklaverei verkauft – ausgerechnet an Laurent, den Kronprinzen des verfeindeten Königreiches Vere. Laurent ist eitel, arrogant und grausam, und er steht für alles, was Damen hasst. Doch noch während er Fluchtpläne schmiedet, lernt Damen Laurent besser kennen, und schon bald weiß er nicht mehr, was wichtiger für ihn ist: Seinen eigenen Thron zurückzugewinnen oder an Laurents Seite zu kämpfen und das Geheimnis um dessen eiskaltes Herz zu lösen ...
Die Gestaltung des Buches hat mir wirklich gut gefallen. Das Buch ist vorne und hinten in weiß gehalten, während der Buchrücken einen kupfernen Braunton aufweißt. Diesen Farbton findet man auch in der geprägten und leicht erhabenen Schrift wieder. Die Schrift fühlt sich wirklich gut an und auch die Idee mit dem Schwert als Buchstabe "I" ist interessant. Ich kann mir die Trilogie wirklich schön nebeneinander im Regal vorstellen ♥ Noch dazu finde ich die Zeichung der zwei sich festhaltenden Hände (Prinz und Sklave) eine schöne Idee.
Wie schon erwähnt hatte ich bei diesem Buch eine Art High-Fantasy-Geschichte erwartet, dabei handelt es sich diesmal nicht um klassische Fantasy.
Das Buch spielt in einer fiktionalen Welt, aufgeteilt in verschiedene, zum Teil verfeindete Länder.
Dabei ähneln die Sitten und Gebräuche vielleicht ein wenig denen des alten Roms/Griechenlands.

Wir beginnen das Buch damit, das sich Damen ~ der Thronerbe Damianos von Akielos ~ nach einem nächtlichen Kampf unverhofft im Sklavenbad des Palastes wiederfindet. Sein Bruder hat ihn verraten und verkauft ihn nun als Sklave an das einstmals verfeindete Reiche Vere, er soll dessen Kronprinzen zu Diensten sein. Sklaverei ist sowohl in Akielos als auch in Vere weit verbreitet und zum großen Teil auch gesellschaftlich anerkannt. Die Sklaven in Akielos treten ihren Dienst freiwillig an und werden jahrelang zu begehrten Lust- und Hofsklaven ausgebildet, Damen ist natürlich alles andere als das und entspricht beiweitem auch nicht dem Schönheitsideal.

Er landet nun im Palastharem in Vere, hier sind die Sklaven bzw. Günstlinge der Reichen und Mächtigen ganz oben in der Nahrungskette. Sie verschaffen ihren Besitzern Lust und werden dafür fürstlich entlohnt.
Als Mann aus Akielos muss sich Damen zum einen zuerst mit der dortigen allgegenwärtigen Frivolität auseinandersetzen, denn Akielos ist kein prüdes Land - allerdings ein wenig stilvoller als Vere. Zum anderen gehört er nun Laurent, Kronprinz und alles andere als ein einfacher Zeitgenosse.
Obwohl in Vere nur Kontakte mit dem eigenen Geschlecht gestattet sind um Bastarde zu verhindern, ist Laurent das was man einen kalten Fisch nennt, dazu arrogant und grausam was Damen bald zu spüren bekommt.
Damen ist gefangen zwischen der Hoffnung auf Freiheit und der Suche nach einem Ausweg, dem Hass auf seinen Bruder und der Sorge um sein Volk. Dabei wird er in höfische Intrigen um den Thron verwickelt und kommt Laurent doch langsam näher.

Das Buch lies sich wunderbar lesen, ich konnte es kaum aus der Hand legen. Ich muss dazu sagen das ich ja sehr gerne auch mal Gay-Fiction zwischendurch lesen. Hier in diesem Buch ist der erotische Anteil definitiv vorhanden und wird auch zelebriert, da er ein Teil der Kultur und Vere ist. Die Szenen lassen sich gut lesen und sind nicht zu explizit, ich hätte mir sogar noch ein wenig mehr gewünscht. Dabei wird das ganze teilweise im höfischen Ton erzählt, teilweise wird die Sprache auch mal etwas derber, vor allem Laurent trägt dazu bei. Ich mochte dabei sowohl Damen als auch Laurent, beide machen das Buch wirklich interessant und man möchte wissen welche Gemeinheit Laurent als nächstes plant, wie Damen damit umgeht und welche Geheimnisse Laurent verbirgt.

Leider finden wir am Ende einen Cliffhanger vor, der mich bis zum Erscheinen des zweiten Bands im Januar 2016 ganz kribbelig macht >.< als Boni gibt es am Ende des Buches noch eine Bonusgeschichte über einen der Sklaven die mit Damen zusammen aus Akielos nach Vere kamen, duch ihn erhält man Einblicke in die Ausbildung der Sklaven.
"Du bist ein Sklave. Du bist nichts wert. Prinz Daminanos ist tot." (Seite 15)

"Aber so war Vere - wollüstig und dekadent, Land des vergifteten Honigs." (Seite 44)

"Als die Seife über Laurents Körper glitt, stellte Damen fest, dass er an keiner Stelle nachgab, sondern hart war wie ein elegant gespannter Bogen." (Seite 76)
Ein M/M-Roman mit einem tollen Setting, einer spannenden Geschichte, tollen Charakteren und einer passenden Menge an Erotik die das Buch zu meinem bisherigen Monatshighlight machen.
Mir hat die Story super gefallen und wenn ich daran denke das der nächste Band erst nächstes Jahr erscheint, bin ich doch ein wenig traurig das ich das Buch schon zu Ende gelesen habe :D




1 Kommentar:

  1. Wow das Buch klingt ja toll! Das werde ich mir auf jeden Fall mal näher anschauen♥;)
    Liebste Grüße Alex, von
    booksarepeople.blogspot.de
    PS: Wir haben dich zum Liebster Blog Award nominiert♥

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