[Rezi] Schatten über Elantel (Die Nebelgeborenen Bd. 5) von Brandon Sanderson


© Piper
Schatten über Elantel von Brandon Sanderson

Original Titel: Shadows of Self
Erscheinungsdatum: 20.03.2017
Seitenzahl: 528 Seiten 
Serie/Band: Die Nebelgeborenen Bd. 5
Preis: 16,99 € (TB) / 14,99 € (Ebook) auch als Hörbuch 
ISBN/ASIN: 978-3492704359
Verlag: Piper
Übersetzt von: Karen Gerwig
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Endlich wieder ein neues Buch eines meiner persönlichen Könige der High-Fantasy. Ich bin gespannt wohin die neue Trilogie führen wird.
-> Spoilerfrei!

Ein Mörder geht um in Elantel, der blühenden Metropole voller Magie und neu entwickelter Technik. Wer wäre besser geeignet diesen zu fassen als der berühmte ehemalige "Sheriff" Waxillium Ladrian? Ehemals eine Größe in den gefährlichen Gebieten im Nördlichen Rauland, ist er nun als Lord seines Hauses ein Berater der Polizei von Elantel. Zusammen mit seinem Gefährten Wayne und der Polizistin Marasi muss er all seinen Spürsinn einsetzen um den Killer zu fassen. Denn eine Verschwörung scheint im Gange zu sein und der Mörder nutzt Allomantie, aber nicht die der gewöhnlichen Art...

Ich war sehr überrascht in welche Richtung sich die Nebelgeborenen-Reihe entwickelt hat. Dazu muss ich zu meiner Schande gestehen, dass ich den vierten Band der Reihe nicht gelesen habe. Ich war der Meinung das "Schatten über Elantel" den erste Band einer neuen Trilogie darstellt und daher eigenständig ist. Zum großen Teil ist dies auch der Fall. Soweit ich es verstanden habe sieht es wie folgender Maßen aus: Band 1 bis 3 ist die ursprüngliche Trilogie, Band 4 ist ein Buch das eine Verbindung zwischen Band 3 und 5 schaffen soll und die Charaktere Wax und Wayne zum ersten Mal einführt. Band 5 ist nun der Auftakt der neuen Trilogie.
Mir fehlten daher ein paar Informationen über die Vorgeschichte der Charaktere. Das hat nicht
wirklich gestört, war aber doch ein wenig schade - wenn auch natürlich meine Schuld.
Ich war daher natürlich verwundert dass die Reihe nun im Gegensatz zu früher einen deutlichen Crime-Touch bekommen hat. In Kombination mit der ursprünglichen Allomatie und einigen neuen und alten Verbindungen zur früheren Geschichte mochte ich die Idee eigentlich sehr gerne. Der Spannungsbogen bleibt hoch, die Suche nach dem Mörder ist rasant und ein wenig verwirrend und ich brauchte eine kurze Eingewöhnungszeit.
Die Charaktere sind auch eine Marke für sich. Sehr skurril teilweise auf ihre eigene Art und mit der einen oder anderen Macke die sie wirklich außergewöhnlich machen. Dabei ergänzen sie sich perfekt und ergeben ein wunderbares Ermittlerteam das immer für eine überraschende Wendung gut ist und für mich zum großen Teil den Reiz an der Geschichte ausmacht.
Aber auch Elantel ist eine Stadt mit interessanten Aspekten und verschiedenen gut ausgearbeiteten Bevölkerungsgruppen die ein großes Konfliktpotential bieten und dem Buch auch ein wenig einen politischen Touch geben.
Ich muss sagen das mich das Buch wirklich sehr gut unterhalten hat und der Schreibstil nach wie vor wunderbar flüssig und spannend ist, die Seitenzahl habe ich beinahe nicht bemerkt.
Das einzige was mir so ein wenig gefehlt hat war das epische der ersten Trilogie.
Das Entdecken der Mächte, epische Schlachten und große Heldentaten etc. Da geht der 5. Band einfach in eine ganz neue Richtung und da muss ich mich erst daran gewöhnen.
Ansonsten aber wie von Brandon Sanderson gewohnt ein tolles Lesevergnügen. Bis irgendwann der 6. Band in Sicht ist werde ich mich einem ReRead der Reihe widmen und auch mal den 4. Band unter die Lupe nehmen. Noch zu erwähnen wären das schöne Glossar am Ende des Buches sowie zwei wunderbar gestaltete Karten im Inneren die für mich zu High-Fantasy-Büchern eigentlich immer dazu gehören.
Die neue Trilogie, zusammen mit dem 4. Band als Übergang, leitet eine ganz andere Richtung der Geschichte rund um die Allomantie ein. Statt epischen Schlachten erwarten den Leser nun geheimnisvolle Kriminalfälle, politische Ränkespiele und skurrile Charaktere. Eine unerwartete Entwicklung die aber immer noch absolut spannend und fesselnd geschrieben ist und mich wunderbar unterhalten konnte.












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