[Rezi] Die Rebellinnen (Iron Flowers Bd. 1) von Tracy Banghart


© Fischer Sauerländer
Iron Flowers: Die Rebellinnen von Tracy Banghart


Original Titel: Grace and Fury
Erscheinungsdatum: 20.04.2018
Seitenzahl: 384 Seiten
Serie/Band: Iron Flowers Bd. 1
Preis: 4,99 € (Ebook) / 16,99 € (HC)
ISBN/ASIN: B076Q2C96P
Verlag: Fischer Sauerländer
Übersetzt von: Anna Julia Strüh


*kostenloses Rezensionsexemplar

Auf Iron Flowers war ich nach dem Klappentext sehr gespannt. Zunächst begann es wie jede 0815-Dystopie, aber dann...
Ihr Leben lang wurde Serina auf das Leben einer Grace vorbereitet. Als auserwählte Grace des Thronfolgers winkt ihr ein Leben abseits der Armut in einer Welt, in der Frauen kaum Rechte haben und selbst das Lesen ihnen verwehrt wird. Sie hat sich mit ihrem Schicksal arrangiert und ist fest davon überzeugt auserwählt zu werden. Ihre kleine Schwester Nomi ist das genaue Gegenteil von ihr. Wild, aufmüpfig und rebellisch. Durch einen einzigen Fehler landen plötzlich beide in ihrem schlimmsten Albtraum. Zwischen mörderischen Intrigen, grausamen Ritualen und Verrat an jeder Ecke müssen beide Schwestern auf ihre Art und Weise ums Überleben kämpfen und dabei beweisen dass auch Frauen einen Wert in der Gesellschaft haben. Manchmal warten Vertrauen und Liebe an ungewöhnlichen Orten…

Ich muss gestehen, zunächst war ich nicht unbedingt angetan von der Geschichte – das hat sich im Laufe des Buches aber definitiv geändert.
Wir lernen zunächst die beiden Schwestern Serina und Nomi kennen, wobei in jedem Kapitel die Sichtweise zwischen ihnen wechselt was mir sehr gut gefallen hat. Durch die Wechsel verpassen wir als Leser keine Sekunde und bekommen einen guten Überblick über die Situationen.
Anfangs begann das Buch wie jedes andere 0815-Buch in diesem Genre welches sich mit diversen Auswahlen beschäftigt. Auch der Plottwist mit den vertauschten Rollen war alles andere als unerwartet und kommt recht früh im Buch (daher auch keine Spoilerwarnung, ich glaube das kann sich jeder direkt denken).
Wie sich die Geschichte allerdings dann entwickelt hat mich doch überrascht. Vor allem wie sich die Schwestern in ihrer jeweiligen Situation verändern war für mich ein echtes Highlight. Besonders Serina, die gefühlt das schlimmere Los trifft. Zunächst unsympathisch und sehr um Anpassung bemüht, wird aus ihr eine wahnsinnig starke Frau und dies nicht hopplahopp. Serina muss kämpfen und alles hinter sich lassen was sie bisher ausgemacht hat und bringt dabei einen gewaltigen Stein ins Rollen der einiges verändern könnte.
Aber auch Nomi macht eine Wandlung durch. Sie lernt ihre wilde Seite ein wenig zu zähmen, vorsichtig zu sein und subtil ihre Pläne zu spinnen. Dabei steht sie stets unter der Aufsicht des Palasts, der Prinzen und des Königs. Von ihrer Entscheidung hängt später so viel ab, dass es unmöglich ist den Ausgang vorher zu sehen.
Die Geschichte wurde nach dem durchaus platten Einstieg derart spannend, dass ich das Buch beinahe nicht aus der Hand legen konnte weil ich durch die Perspektivenwechsel unbedingt wissen wollte wie es bei der jeweiligen Schwester weitergeht.
Dabei mochte ich übrigens Serinas Geschichte zunächst lieber da es bei Nomi doch recht spät richtig brenzlig wurde. Auch die Liebe kommt nicht zu kurz – jedoch steht dieser Aspekt der Story nicht unbedingt im Vordergrund und fügt sich gut ein. Ein mega Cliffhanger wartet am Ende und macht das Warten bis 2019 noch schlimmer.
Nach einem eher vorhersehbaren und mäßig innovativen Einstieg wartet eine absolut spannende und überraschende Geschichte auf uns. In einer Welt in der Frauen nicht von Wert sind, entwickeln sich zwei gegensätzliche Schwestern auf ihre eigenen Art und Weise zu starken Persönlichkeiten und gehen durch ihre persönliche Hölle um etwas zu verändern. Perspektivwechsel sorgen dafür, dass der Leser nicht eine Sekunde der Geschichte verpasst und stets voll informiert ist.
Das Buch spricht einige diverse und wichtige Themen an und versucht dabei auch nicht zu sehr mit den Klischees der Jugendbücher zu spielen, so dass auch die Liebesgeschichte nicht allzu schmalzig ausfällt. Für mich eine echte Überraschung bei der mich der Einstieg ein wenig hinters Licht geführt hat.


















Starke Frauen:

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